Wie werden RFID-Reader eingesetzt?

Von RFID-Lesegeräten und verschiedenen Übertragungsarten war schon viel die Rede, doch welche Lesegeräte gibt es überhaupt? Lesegerät und Transponder müssen zusammenpassen; die Reichweite hängt auch vom Lesegerät ab. Wichtig sind Anwendungsform und Polarisation.

Stationäre Lesegeräte sind oft in Maschinen oder Fahrzeuge integriert, z.B. in eine Industrieanlage, ein Rollenförderband oder einen Stapler. Häufig sind auch stationäre Lesegeräte in Form von „Gates“. Diese Tore lesen z.B. alle Tags auf einer Palette beim Durchfahren. Ein eigenständiger oder gar manueller Scanprozess ist nicht mehr notwendig! Man spricht hier von einer „Pulk-Erfassung“ der Tags.

Tragbare Geräte hingegen eignen sich für vielseitigere Arbeitsgebiete, wie Wareneingang oder Lager. Sie haben meist als Handheld-Geräte ähnliche Formen wie vergleichbare Barcode-Scanner. Sogenannte Wearables sind dagegen in Armbänder oder Handschuhe integriert, damit Mitarbeiter die Hände frei haben.

Stationäre Geräte können verkabelt sein oder ihre Daten über WLAN übertragen. Tragbare Geräte nutzen WLAN oder müssen zur Übertragung der Daten an eine Lesestation angeschlossen werden. Auch hier gilt: Die richtige Lösung hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab.

RFID-Gates kennt man aus Geschäften, doch auch in Produktion und Logistik sind sie nützlich
RFID-Gates kennt man aus Geschäften, doch auch in Produktion und Logistik sind sie nützlich

Die Polarisation des Lesegerätes – linear oder zirkulär – legt fest, in welcher Form das Signal an den Transponder gesendet wird.


Lineare Polarisation hat die größere Reichweite
Beim linearen Senden bewegen sich die elektromagnetischen Wellen nur auf einer einzigen Ebene – vertikal oder horizontal. Wird dagegen zirkulär gesendet, bewegen sich die Wellen schraubenförmig, wie ein Korkenzieher. Sie decken damit einen größeren Bereich ab.
Zirkuläre Polarisation erfasst einen größeren Bereich
Eine lineare Polarisation ermöglicht größere Reichweiten - dafür muss aber die Position des Transponders bekannt sein. Zirkuläre Polarisation ermöglicht es, Transponder zu orten, allerdings auf Kosten der Reichweite. Viele Lesegeräte können inzwischen je nach Bedarf umschalten!

Störungen können auftreten, wenn zwei Lesegeräte dieselbe Frequenz nutzen.

Dagegen hilft das Frequenzsprungverfahren (frequency hopping): Sender und Empfänger wechseln innerhalb eines Frequenzbereiches mehrmals in kurzen Abständen den Kanal. So wird eine Beeinflussung durch andere Geräte vermieden.
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