Was ist RFID?

Wissen Sie, was ein Experiment von 1831, Kampfflieger im Zweiten Weltkrieg und Viehzüchter der 70er Jahre verbindet? Eine Technologie, die gerade die Welt verändert!

Die 1831 entdeckte elektromagnetische Induktion nutzend, zur Freund-Feind-Erkennung von Flugzeugen eingesetzt, später für Diebstahlschutz und zur Markierung von Kühen umfunktioniert, hat sie ihren Siegeszug um die Welt angetreten. Diese Technologie ist Ihnen schon aus dem Alltag bekannt, auch wenn Sie den Namen noch nie gehört haben:

RFID – Radio Frequency Identification.

Radiofrequenz-Identifizierung bedeutet, dass Objekte, Tiere oder Menschen durch Funksignale verschiedener Frequenzbereiche identifiziert werden können. Das geschieht durch kleine Antennen, die auf Objekten befestigt werden. Sie werden RFID-Chips oder RFID-Tags (Tag = Etikett) genannt, und meistens nehmen wir sie gar nicht wahr; bekannt sind sie Ihnen wahrscheinlich vom kontaktlosen Bezahlen oder Ausleihsystemen in Bibliotheken.

Die Autoindustrie nutzt RFID bereits auf vielfältige Weise: Als buchstäbliche „Schlüsseltechnologie“ für Keyless-Systeme, aber auch massiv in der Produktion, um Bauteile lückenlos zu verfolgen. Auch im Gesundheitssektor wird die Technologie eingesetzt, zum Beispiel zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels mithilfe eines RFID-Chips, der einen Glukosesensor enthält, oder bei RFID-Patientenarmbändern.

Unabhängig von der Branche: RFID ist DIE Schlüsseltechnologie für Industrie 4.0!

Industrie 4.0 ist ein Schlagwort, von dem sich weitere Begriffe wie beispielsweise Bauen 4.0, Logistik 4.0 oder Landwirtschaft 4.0 ableiten. Doch was bedeutet „4.0“? Nichts weniger, als dass gerade die vierte industrielle Revolution stattfindet. Die ersten drei waren demnach:
  • die Nutzbarmachung von Dampf- und Wasserkraft für die mechanisierte Produktion (18./19. Jahrhundert)
  • die Umstellung auf Massenproduktion am Fließband (1920er/30er Jahre)
  • und schließlich die Elektrifizierung und Digitalisierung der Produktion (Ende 20. Jahrhundert).
Die vierte industrielle Revolution besteht in der Vernetzung von Anlagen und Maschinen, die dann ohne menschliches Zutun kommunizieren können. International bezeichnet man dieses Konzept als „Internet of Things“ (IoT). Maschinen identifizieren selbstständig Objekte und beschließen die richtigen Arbeitsschritte. Das wird die automatisierte Produktion flexibler und vielfältiger machen.

Die Vision: Herstellung von individuellen Produkten, so schnell und preiswert wie Massenproduktion!
Das Problem: Maschinen können nicht kreativ denken - sie brauchen vorgegebene Handlungsmuster.

Techniken zur automatischen Identifikation sind aus zwei Gründen unerlässlich für das Internet der Dinge: Erstens ermöglicht erst Auto-ID den Maschinen, Objekte zu erkennen. Ein operatives System, das die Anlage steuert, muss wissen, was sich wo befindet. Zweitens können die Daten, die zur Verbesserung von Abläufen nötig sind, nur dann schnell genug erzeugt werden, wenn die Erhebung automatisch erfolgt.

RFID ist effizienter als andere Auto-ID-Lösungen wie Barcodes. Bis vor etwa zehn Jahren waren RFID-Tags jedoch zu teuer, um massenweise eingesetzt zu werden. Heute werden sie immer kleiner, günstiger und leistungsfähiger.
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